I-Pad mini 2 – langsam unter IOS 12? – Eine Hilfestellung

Wie ich schon in einem früheren Blogbeitrag hier auf meinem Kanal berichtet hatte, ist mein iPad  mini 2 von IOS10 auf IOS 11 unsäglich langsam geworden. Besonders ärgerlich war, dass ich mich gegen das iPad mini 4 entschieden hatte und mir die Ge

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schwindigkeit des iPad mini 2 mit IOS 10 völlig ausreichte. Natürlich hatte ich mir vor dem update auf IOS 11 alle möglichen Videos auf YouTube angeschaut und dort waren alle von der Geschwindigkeitszunahme und dem Plus an Features für das iPad mini 2 angetan. Zwar hatte ich noch eine Zeit gewartet und bin dann erst umgestiegen. Ich war entsetzt, wie langsam mein iPad geworden war und von den neuen Features konnte ich so gut wie keines nutzen, dafür war mein iPad jetzt schon zu alt. Apple hatte mittlerweile die Signatur zurückgenommen (diese erlaubt ein downgrade). Also arbeite ich seit dieser Zeit mit einem für mich neuen, aber kaum zu benutzenden iPad. Schade für die mehr als 300 Euro – etwas mehr angelegt und ich hätte doch besser das iPad mini 4 gekauft. Sei es drum.

Und nun wurde IOS 12 angekündigt. Vollmundig wie immer – diesmal mit einem Boost auch für ältere Gerät. Natürlich war ich gespannt. Sollte ich es noch einmal wagen und ein update installieren und dabei wieder Gefahr laufen Schiffbruch zu erleiden? Auch diesmal zeigen die YouTube Clips rosige Zeiten für alte Geräte.

Und nun mein Tipp für alle, die in meiner Lage sind: Ich habe mir einen Testaccount geholt. Das ist eine Möglichkeit an einer neuen Version zu partizipieren, bevor diese Marktreife hat und veröffentlicht wird. Natürlich kann diese bugs enthalten. Aber der Vorteil ist, man kann jederzeit auf das alte System zurück wechseln. Das hat sich bisher bei mir gelohnt. Ich glaube, dass mein System tatsächlich etwas schneller ist und es sieht wieder flüssiger aus. Nicht so, wie es unter IOS 10 lief. Aber die Zeiten sind halt vorbei.

Abraten würde ich von dem Schritt jedoch, wenn es sich bei eurem System um ein Produktivsystem handelt.

Wenn ihr es nicht mehr löschen wollt, so wird das endgültige update mit Erscheinen fehlerfrei, so hoffe ich, dann euer iPad oder was auch immer erreichen.

Ein neuer rurpod ist online: Tanze den Nova Bossa unter dem Blutmond

… und hier geht es zur aktuellen Folge: RP_62RP_62

Eine warme Sommernacht, kurz vor der Mondfinsternis. Dirk und Jakob podcasten zu heißen Nova Bossa Klängen. Ob es die Hitze war? Das wird der Blutmond zeigen. Auf jeden Fall scheint diese nicht an den beiden Protagonisten spurlos vorbeigegangen zu sein. So fabuliert Jakob fiebrig von einem Tretroller mit integriertem Laufband und Dirk von Klimaanlagen im Winter, die kafkaesk im Sommer nicht geliefert werden wollen. Ähnlich einem Verdurstenden halluziniert Jakob Berliner Podcaster auf Feten herbei und Dirk beobachtet mit seiner Kameradrohne, wie sich Ivanka und Donald Trump in der Air Force One um die Fernbedienung streiten. Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachhören.

Kafka – Parfum

Habe ich das gerade richtig gelesen?

Kafka – True woman

Ein neues Parfum?

Welche Assoziationen ruft das bei dir hervor, liebe Leserin, lieber Leser meines blogs?

Bei mir sind das folgende:

1. Beschaffung

  • Entweder hat die Parfümerie immer wenn ich dort ankomme geschlossen.
  • Ich werde nicht bedient.
  • Es wird geschlossen, sobald ich den Laden betreten möchte, obwohl laut Öffnungszeiten mir noch Zutritt gewährt werden müsste.
  • 2. Wie muss man sich den Duft vorstellen?
    • Nach altem muffigen Versicherungskontor mit flirrenden Staubpartikeln im spärlichen Sonnenlicht?
      Nach einem alten Schloss mit mottenzerfressen alten dicken Samtvorhängen?
      Nach einem Affenkäfig oder gar einer Ansammlung verwandelter Käfer?

    Wie gestaltet sich die Lieferung?

    • es wird immer nur dann geliefert, wenn man nicht da ist.
    • Die Nachbarn nehmen das Paket an, der Postbote verweist auf diese, doch die Anrainer geben es nicht heraus. Es beginnt ein langer Rechtsstreit, der von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist.
  • Schön hätte ich es gefunden, hätte man den Damen um Kafka eine, mit der Nennung ihres Namens, bleibende Erinnerung geschaffen:
    • Felice Bauer, übernahm aufgrund ihrer guten Stellung schon früh Verantwortung für den Unterhalt der Familie. Floh vor den Nazis in die USA. Verarmte dort nach dem Tod ihres Mannes. Adam Greene, der Musiker, ist ihr Urenkel.
    • Milena Jensenská (gest. im KZ Ravensbrück) eine angesehene Journalistinin
    • Dora Diamant Schauspielerin (Düsseldorf) – Flucht vor den Nazis über die Sowjetunion nach London
  • Juli Zeh – Leere Herzen – eine #Buchempfehlung

    Warum schreibe ich gerade zu diesem Buch eine Empfehlung und nicht zu den anderen, die ich bereits las? – Ganz einfach. Juli Zeh hat mich mit diesem Roman an der Wurzel gepackt.

    Leere Herzen hat etwas Vordergründiges und vielmehr Hintergründiges. Das Vordergründige ist das Genre des Politikthrillers. Hierzu möchte ich aus Gründen der Spannung nichts erzählen.

    Das Hintergründige benötigt einige Worte mehr und, dass möchte ich an dieser Stelle betonen, ist meine Interpretation.

    „Das seid ihr!“ So liest man die Zuschreibung auf der ersten Seiten des Buches.

    Was sind wir denn? Juli Zeh stellt die These auf, dass nicht die Wähler populistischer Parteien schuld an der stattgefundenen und weiter zunehmenden Radikalisierung innerhalb Deutschlands bzw. der EU sind, sondern die Demokraten. Sie fliehen in die innere Immigration und verfallen der Gleichgültigkeit, werden zu prinzipienlosen Bürgern. Schlimmer noch, wir, die Prinzipienlosen, der Gleichgültigkeit Verfallenen gehen mit der Zeit, in der wir unser Auskommen vor dem Hintergrund menschlicher Schicksale finden, vor dem Hintergrund des Verlustes der Demokratie.

    Zehs Dystopie wendet einen literarischen Trick an. Dieser ist einfach, aber grandios.

    Sie lässt den Roman im Jahr 2025 spielen und bezieht die aktuelle politische Situation ein, Merkel wird abgesetzt und das national(istische)-konservative Besorgt-Bürgertum hat die Macht ergriffen und ist im Begriff die letzten demokratischen Errungenschaften zu schleifen.

    Ich fühlte mich immer wieder an ZDF Dokumentationen erinnert, in denen im Hintergrund filmisch ein Zeitstrahl ablief, der zurückliegende politische oder gesellschaftliche Entwicklungen zeigte und im Vordergrund das eigentliche Thema behandelt wurde.

    So bekommt der Leser einen Eindruck dessen, was nicht nur sein könnte, sondern was unter aktuellen Bedingungen – „wir werden sie vor uns herjagen“, schon längst eingesetzt hat.

    Britta, die Protagonistin, ist stets von Übelkeit geplagt. Bis zum Ende des Buches bleibt schleierhaft, warum das so ist und findet seine Auflösung im Ausdruck ihres verdrängten schlechten Gewissens. Vielleicht unseres kollektiven schlechten Gewissens – falls soweit noch vorhanden.

    „In ihrem Inneren öffnet sich eine Luke, hinter der sich ein großer dunkler Raum verbirgt, den sie seit langer Zeit nicht mehr betreten hat. Sie stellt sich ein Schild neben der Luke vor: ‚Prinzipienlager – Zugang nur für Berechtigte!’ Sie hat sich immer eingeredet, dieser Raum sei vollkommen leer, weshalb es keinen Grund gebe, gelegentlich die Bestände zu sichten.“

    Zitiert aus: Juli Zeh – Leere Herzen

    Die Zeit schreibt: Zeh lässt am Ende von Leere Herzen einen Hoffnungsschimmer für uns aufblitzen: Unsere Herzen sind gar nicht leer – wir haben nur aufgehört, auf uns selbst zu hören. Doch wie Britta können wir zu unseren persönlichen Prinzipienlagern zurückfinden und endlich anfangen, für unsere Überzeugungen einzustehen. Was darf es also sein – Wahlrecht oder Waschmaschine?

    https://www.zeit.de/kultur/literatur/2017-11/leere-herzen-juli-zeh-politthriller-nationalismus-europa

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