Was beschäftigt dich? Was machst du gerade? #REWE #Payback

Das sind die fast philosophischen Fragen, die facebook und wordpress dir stellen, wenn du dein Profil öffnest. Diese  Pseudo-künstliche-Intelligenz mit dem touch zum humanoiden kann ganz schön nerven. Doch was bewegt mich gerade tatsächlich? Es sind gerade nicht die Kriege in der Welt. Oder das berühmte Schauspieler den suizidalen Weg allen Irdischen gehen. Es ist nicht das Leid, das die Isis Truppen über die Yeziden bringt. Manchmal sind es einfach nur die banalen Dinge des Lebens.

Und doch hat es etwas mit der Eingangsfrage von Facebook oder wordpress zu tun. „Haben Sie payback?“ Das werde ich immer häufiger an Kassen gefragt. Früher habe ich mich teils angeregt mit den Verkäuferinnen an den Kassen unterhalten (natürlich nur, wenn wenig los war). Heute besteht unsere Konversation nur noch aus, wie schon eingangs erwähnt:

„Haben Sie payback?“ – „Nein? – Dabei können Sie davon profitieren!“
Nein. Kann ich nicht. Die wollen doch nur meine Daten.
„Na, ja. Müssen Sie selber wissen, wenn Sie payback nicht wollen!“
Nein, will ich wirklich nicht.
„Schade. Würde sich aber lohnen!“
Nicht für mich.
„Dann nehmen Sie doch unsere Treuepunkte für das neue Pfannenset!“
Ich habe eine Pfanne!
„Wir haben auch andere Dinge, die Sie bestimmt gebrauchen können!“
langsam genervt: Nein!
„Gut!“ „Das macht dann 27,95 Euro.“ „5 Cent zurück.“ „Möchten Sie noch Bargeld abheben?“
Nein.
„Warum nicht? – Ist doch kostenlos?“
Ich habe noch genügend Bargeld zu Hause!
„Na, dann!“ – Rewe wünscht Ihnen noch einen schönen Tag!

Ich merke, wie unwohl es meiner Verkäuferin ergeht. Sie würde mir ja eigentlich gerne etwas sagen, scheint aber unter Beobachtung zu stehen. Jemand mit einem Klemmbrett steht in der Nähe. Ob er sie beobachtet? Ich weiß es nicht! Ich weiß nur von meiner Araltankstelle,  dass es wohl Testeinkäufe gibt, bei denen überprüft wird, ob auch alle Fragen (unter Beibehaltung eines gewissen Musters) abgearbeitet wurden. Welche Konsequenzen es hat, wenn nicht gefragt wird, konnte mir der sympathische Herr an der Kasse nicht beantworten. Auch hier ist leider kein Smalltalk mehr möglich.

Die dümmste Ausrede, die mir bei direkter Nachfrage immer wieder entgegengehalten wird, ob die Kassiererin zu der Frage nach payback verpflichtet sei, ist – „Ich muss doch fragen, sonst sind die Kunden enttäuscht, wenn sie vergessen, die Karte abzugeben.“

Mein Fazit. Es entstehen Cyberborgs an Deutschlands Kassen. Ich kann nur sagen, es ist penetrant und unangenehm. Natürlich gehe ich nicht in den Supermarkt, um mit den Angestellten lange zu klönen. Aber sukzessive verarmt unsere Möglichkeit, sich auszutauschen und unterliegt noch mehr dem Diktat des Kommerzes.

Und wie will man sich wehren? – An guten Tagen überhöre ich die Frage und reagiere solange nicht, bis die Dame an der Kasse es versteht, dass ich auf ihre payback Frage nicht antworten will. An schlechteren schleudere ich ihr nur sehr schnell ein unfreundliches NEIN entgegen.  Bis heute!

Heute habe ich mir freiwillig von der Bedienung des Rewes einen Anmeldeflyer von payback geben lassen. „Sehen Sie! – Irgendwann lässt sich jeder überzeugen“. Ich habe sie seeligst in diesem milden Lächeln hinter mir gelassen.

Zum Glück stehen auf der Rückseite des Flyers die Geschäfte, die sich im payback Verbund befinden.

Mein Entschluss steht. Diese Läden werde ich in Zukunft meiden.

Was machst du gerade? Auf jeden Fall nicht bei Rewe kaufen oder bei Aral tanken.

Schade. Denn die Bedienungen dort sind eigentlich super nett!

 

 

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